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Allergien bei Kleinkindern - Infos im FamilienZentrum

In der Schweiz sind über drei Millionen Menschen von einer Allergie oder Intoleranz betroffen. Viele haben dadurch eine eingeschränkte Lebensqualität.

Am Donnerstag, 4. April hat uns Nadia Ramseier im FamilienZentrum besucht und während einer Stunde ihr Wissen zu Allergien mit uns geteilt.



Nadia hat Ernährung und Diätetik studiert und arbeitet seit über 5 Jahren als Projektleiterin und Fachexpertin für Allergien im aha! Allergiezentrum Schweiz.


Was ist eine Allergie

Nadia hat zuerst die Grundlagen erklärt: was ist eine Allergie, was eine Intoleranz und welche unterschiedlichen Prozesse finden dabei im Körper statt. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem auf eigentlich harmlose Substanzen, sogenannte Allergene, aus der Umwelt mit einer überschiessenden Abwehrreaktion. Diese Überreaktion kann zu verschiedenen Symptomen führen, von verstopfter/fliessenden Nase, juckenden, geröteten Augen, Niesen und Hautausschlägen bis hin zu einer potenziell lebensbedrohlichen Reaktion, einer sogenannten Anaphylaxie.

Vertieft besprochen wurden die weit verbreiteten Allergien auf Pollen und Hausstaubmilben. Wir haben erfahren, dass es ganz wichtig ist, den Allergenkontakt möglichst tief zu halten, was mögliche Massnahmen dafür sind (z.B. Milbendichte Bettüberzüge bei einer Hausstaubmilbenallergie), dass man die Beschwerden ernst nehmen sollte und besser therapiert. Um einerseits die Lebensqualität zu verbessern und anderseits einen gefürchteten Etagenwechsel, d. h. die Entstehung von einem Asthma, zu verhindern. Mitnehmen konnten wir ausserdem, dass eine Abklärung durch eine Allergologin, einen Allergologen empfohlen wird und welche Test zur Verfügung stehen.


Exkurs Kreuzreaktion und atopisches Ekzem

Warum bei einer Pollenallergie teilweise ein Apfel im Mund juckt, haben wir ebenfalls erfahren. Grund dafür ist eine Kreuzreaktion. Dabei verwechselt das Immunsystem den Apfel mit einer Polle. Das Interessante dabei: wird der Apfel gebacken oder gekocht, kann er ohne Beschwerden gegessen werden.

Da auch Eltern von betroffenen Kindern mit Atopischem Ekzem anwesend waren, gab es zudem einen Exkurs über die Hautkrankheit.


Take home message

  • Nahrungsmittelintoleranzen sind klar von Allergien zu unterscheiden und eine korrekte Diagnostik ist wichtig

  • Im Gegensatz zu Allergien sind Intoleranzen nicht lebensbedrohlich

  • Ein Allergieverdacht möglichst ärztlich abklären lassen, damit eine individuelle, zielgerichtete Therapie möglich ist

  • Allergiebeschwerden ernst nehmen und behandeln: Karenz, Therapie und allenfalls die Möglichkeit einer Desensibilisierung prüfen. Dies auch um einen Etagenwechsel vorzubeugen

 

Bei Fragen zu Allergien & Co dürfen wir uns übrigens auch an die aha!infoline wenden. Das kostenlose Beratungstelefon ist jeweils von Montag bis Freitag, von 08.30 bis 12.30 Uhr bedient. Wer weiss, vielleicht wirst du Nadia am Telefon haben.

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